Migräne / Kopfschmerz – Erkennen, verstehen, behandeln
Als Facharzt für Neurologie in Euskirchen finde ich die Ursache Ihrer Kopfschmerzen – und behandle sie gezielt und wirksam.
Leiden Sie unter wiederkehrenden Kopfschmerzen oder heftigen Migräneattacken? Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass die Schmerzen Ihren Alltag immer stärker bestimmen – und dass eine Tablette allein nicht mehr hilft.
Kopfschmerzen sind eines der häufigsten neurologischen Beschwerdebilder überhaupt. Und sie haben viele Gesichter: von harmlosen Spannungskopfschmerzen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen, die einer genauen Abklärung bedürfen.
Als Facharzt für Neurologie mit mehr als 30 Jahren klinischer Erfahrung – zuletzt 20 Jahre als Chefarzt der Klinik für Neurologie im Marien-Hospital Euskirchen – biete ich Ihnen in meiner Praxis in Euskirchen eine umfassende Kopfschmerzdiagnostik und individuelle Therapie an.
Mein Versprechen: Ich nehme mir Zeit für Sie. Ich erkläre Ihnen jeden Schritt verständlich. Und ich lasse Sie mit keiner Diagnose allein.
Was sind Kopfschmerzen und Migräne? Eine verständliche Erklärung
Kopfschmerz ist kein eigenständiges Krankheitsbild – er ist ein Symptom. Und dieses Symptom kann viele Ursachen haben: manche davon sind harmlos, manche erfordern sofortige medizinische Aufmerksamkeit.
Die häufigsten Kopfschmerzformen sind:
- Migräne – anfallsartige, oft einseitige Schmerzen, häufig begleitet von Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit
- Spannungskopfschmerz – dumpf-drückend, beidseitig, oft durch Stress oder Verspannungen ausgelöst
- Clusterkopfschmerz – extrem starke, einseitige Schmerzattacken, meist um das Auge herum mit zusätzlichen Symptomen wie einseitigem Tränenfluß, einseitigem Naselaufen und Bewegungsdrang
- Medikamenten-induzierter Kopfschmerz – entsteht durch zu häufige Einnahme von Schmerzmitteln
- Trigeminusneuralgie – blitzartige, einschießende, stärkste Gesichtsschmerzen. Oft ausgelöst durch Kauen, Sprechen oder Luftzug
- Symptomatische Kopfschmerzen – als Zeichen einer anderen Erkrankung, z. B. Infektion, Hirnvenenthrombose, Hirnblutung oder – selten – eines Tumors
In Deutschland leiden rund 54 Millionen Menschen unter Kopfschmerzen. Die episodische Migräne allein betrifft etwa 8 Millionen Menschen – sie zählt damit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Von der chronischen Migräne ist etwa 1% der Bevölkerung betroffen.
Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), 2023
Welche Kopfschmerzformen behandle ich in meiner Praxis?
Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Für eine wirksame Behandlung ist die genaue Diagnose entscheidend. Ich orientiere mich dabei an den Empfehlungen der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) – dem weltweit anerkannten Standard für die Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen.
Migräne
Die häufigste Form schwerer Kopfschmerzen. Typisch sind einseitige, pulsierende Schmerzen, die mehrere Stunden bis Tage andauern können – oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit. Manche Betroffene erleben vor dem Anfall eine sogenannte Aura: Sehstörungen, Kribbeln oder kurzzeitige Sprachprobleme. Bei chronischer Migräne treten die Attacken an 15 oder mehr Tagen pro Monat auf.
Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), 2023
Chronischer Spannungs-Kopfschmerz
Dumpf-drückende, beidseitige Kopfschmerzen ohne Pulsieren – oft wie ein Ring, der sich um den Kopf zieht. Häufig ausgelöst durch Stress, Schlafmangel oder Verspannungen. Bei chronischem Verlauf (mehr als 15 Tage pro Monat) ist eine neurоlogische Abklärung wichtig.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leitlinie Kopfschmerz, 2022
Medikamenten-induzierter Kopfschmerz
Ein häufig unterschätztes Problem: Wer Schmerzmittel oder Triptane an mehr als 10 bzw. 15 Tagen pro Monat einnimmt, riskiert, dass die Medikamente selbst Kopfschmerzen auslösen. Der Ausweg erfordert einen kontrollierten Entzug – begleitet durch einen Neurologen.
Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), 2023
Trigeminus-Neuralgie und trigemino-autonome Kopfschmerz-Syndrome
Die Trigeminus-Neuralgie verursacht blitzartige, einschießende Gesichtsschmerzen – oft ausgelöst durch Berühren, Kauen oder Sprechen. Zu den trigemino-autonomen Kopfschmerz-Syndromen zählt auch der Clusterkopfschmerz: extrem intensive, einseitige Attacken rund ums Auge, begleitet von Tränenfluss oder laufender Nase. Diese Formen erfordern eine spezialisierte neurologische Behandlung.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leitlinie Trigeminusneuralgie, 2022
Erste Anzeichen – Wann sollten Sie zum Neurologen?
Nicht jeder Kopfschmerz erfordert einen Arztbesuch. Aber es gibt Beschwerden und Muster, die Sie ernst nehmen sollten.

Diese Symptome können ein Warnsignal sein:
- Kopfschmerzen, die plötzlich und extrem stark beginnen – „schlimmster Kopfschmerz des Lebens“. Dieser Kopfschmerz muss sofort abgeklärt werden.
- Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteifigkeit (mögliche Meningitis). Auch dieser Kopfschmerz muss sofort abgeklärt werden.
- Kopfschmerzen nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf.
- Kopfschmerzen, die in den letzten Wochen neu aufgetreten sind und stärker werden (mögliche Hirnvenenthrombose).
- Kopfschmerzen mit Sehstörungen, Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen oder anderen neurologischen Symptomen.
- Mehr als 15 Kopfschmerztage pro Monat.
Wann sofort in die Notaufnahme?
Bei einem plötzlichen, extremen Kopfschmerz – der „wie ein Donnerschlag“ einsetzt – rufen Sie bitte sofort den Notruf (112). Dieser Schmerztyp kann auf eine Hirnblutung hinweisen und ist ein medizinischer Notfall.
Wenn Sie unsicher sind: Kommen Sie in die Praxis. Eine frühzeitige neurologische Untersuchung kann viel Leid ersparen – und gibt Ihnen Sicherheit.
Diagnose – So läuft die Untersuchung in meiner Praxis ab
Eine präzise Kopfschmerzdiagnostik braucht Zeit, Erfahrung und ein systematisches Vorgehen. Ich untersuche Sie sorgfältig – ohne Hektik und ohne unnötige Wartezeiten.
1. Ausführliches Gespräch (Anamnese)
Ich nehme mir Zeit, um Ihre Kopfschmerzgeschichte genau zu verstehen. Seit wann haben Sie die Schmerzen? Wie oft? Wie lange dauern die Attacken? Wo genau sitzt der Schmerz? Welche Begleitsymptome treten auf? Was hilft – und was nicht? Jede Antwort liefert wichtige diagnostische Hinweise.
2. Neurologische Untersuchung
Ich untersuche Reflexe, Koordination, Gleichgewicht, Sehvermögen und Empfindungsvermögen – systematisch und gezielt.
3. Klassifikation nach IHS-Kriterien
Auf Basis des Gesprächs und der Untersuchung ordne ich Ihre Kopfschmerzen nach den Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) einer Diagnose zu. Diese Klassifikation ist Grundlage jeder wirksamen Therapie.
4. Bildgebung (MRT/CT)
Bei bestimmten Warnsymptomen oder unklaren Befunden veranlasse ich eine MRT- oder CT-Untersuchung des Gehirns (Überweisung in die Radiologie). Damit lassen sich strukturelle Ursachen wie ein Tumor, eine Blutung oder Gefäßveränderungen sicher ausschließen.
5. Kopfschmerztagebuch
In vielen Fällen bitte ich Sie, ein Kopfschmerztagebuch zu führen – vor oder nach dem ersten Termin. Es liefert wertvolle Informationen über Häufigkeit, Dauer, Intensität und mögliche Auslöser Ihrer Kopfschmerzen.
6. Befundgespräch und Therapieplanung
Ich erkläre Ihnen alle Ergebnisse klar und verständlich – ohne Fachjargon, ohne halbe Antworten. Dann besprechen wir gemeinsam, welche Therapie für Sie am besten geeignet ist.
Behandlung – Was ist heute möglich?
Migräne und chronische Kopfschmerzen sind heute sehr gut behandelbar. Die Therapie richtet sich immer nach der Kopfschmerzform, der Häufigkeit und der individuellen Situation des Patienten.
Akuttherapie – Den Anfall kupieren
Für die Behandlung einer akuten Migräneattacke stehen bewährte Medikamente zur Verfügung: Schmerzmittel wie Naproxen, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure, spezifische Migränemittel (Triptane) sowie Antiemetika gegen Übelkeit. Ich wähle gemeinsam mit Ihnen das passende Präparat – abgestimmt auf Ihre Beschwerden und Ihre Vorgeschichte.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leitlinie Migräne, 2022
Prophylaxe – Anfälle verhindern
Bei häufiger Migräne (mehr als 3–4 Attacken pro Monat, stark ausgeprägte und lang anhaltende Migäneattacken) empfehle ich eine migräneprophylaktische Therapie. Dabei kommen Medikamente wie Betablocker, Flunarizin, Topiramat oder Amitriptylin zum Einsatz – aber auch moderne Antikörper-Therapien (CGRP-Antagonisten), die speziell zur Migräneprophylaxe zugelassen sind.
Bei der chronischen Migräne (mehr als 8 Migränetage/Monat, insgesamt mehr als 15 Kopfschmerztage/Monat) setze ich Botulinum-Toxin nach dem PREEMPT-Schema ein. Wirksam in der prophylaktischen Behandlung der episodischen und der chronischen Migräne sind nicht-medikamentöse Therapien wie Entspannungsübungen (Progressive Muskelrelaxtion nach Edmund Jacobson, Yoga), regelmäßiger Ausdauersport und in ausgeprägten Fällen psychotherapeutische Mitbetreuung sowie Biofeedback-Verfahren.
Sinnvoll ist auch das Führen eines Kopfschmerztagebuches, z. B. In Form einer Migräne-App, die es erlaubt bestimmte Trigger zu identifizieren und Muster aufzudecken.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leitlinie Migräne, 2022
Botulinumtoxin-Therapie bei chronischer Migräne
Bei chronischer Migräne (mehr als 8 Migräneattacken/Monat, insgesamt mehr als 15 oder mehr Kopfschmerztage/Monat) ist die Botulinumtoxin-Therapie eine bewährte und gut verträgliche Option.
Dabei wird Botulinumtoxin nach dem PREEMPT-Schema gezielt in bestimmte Areale unter die Haut am Kopf und Nacken injiziert.
Die Wirkung hält meistens drei Monate, bei manchen Patienten auch länger an. Diese Behandlung führe ich in meiner Praxis in Euskirchen durch.
Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), 2023; Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Migräne und Alltag – Leben mit Kopfschmerzen
Migräne ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Sie beeinträchtigt Beruf, Familie und Lebensqualität – oft über Jahrzehnte.
Viele Betroffene ziehen sich während eines Anfalls komplett zurück, können nicht arbeiten und brauchen manchmal tagelang, bis sie sich erholt haben. Oft ist die Reaktion der Umgebung nicht sehr einfühlsam.
Die richtige Migräne-Therapie
Mit der richtigen Therapie – individuell abgestimmt auf Ihre Situation – lässt sich die Häufigkeit und Stärke der Attacken deutlich reduzieren. Viele meiner Patienten berichten nach einer konsequenten Behandlung über eine deutlich verbesserte Lebensqualität.
Ich begleite Sie langfristig – nicht nur beim ersten Termin, sondern so lange, bis wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die zu Ihrem Leben passt.

Häufige Fragen zu Migräne und Kopfschmerz
Die folgenden Fragen werden uns von Patienten besonders häufig gestellt. Die Antworten sollen Ihnen eine erste Orientierung geben.
Quellen und weiterführende Informationen
- Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) (2023): Leitlinien und Informationen zu Migräne und Kopfschmerz. www.dmkg.de
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Leitlinie Migräne, 2022. www.dgn.org
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Leitlinie Kopfschmerz vom Spannungstyp, 2022. www.dgn.org
- International Headache Society (IHS): Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen (ICHD-3), 2018. www.ihs-headache.org
- Bundesministerium für Gesundheit: Informationen zu Kopfschmerzen und Migräne. www.bundesgesundheitsministerium.de
Die Texte dieser Unterseite wurden mit Unterstützung von KI zusammengestellt.
So kommen Sie zu uns
Buchen Sie Ihren Wunschtermin ONLINE, ganz bequem von zu Hause aus.
Einige Parkplatzmöglichkeiten finden Sie direkt vor unserem barrierefreien Praxiseingang.
Bitte beachten Sie, dass der Aufzug für Rollstühle zur Eröffnung der Praxis noch nicht fertiggestellt sein wird. Dieser Aufzug wird voraussichtlich erst ab Ende 2026 verfügbar sein.
[trustindex no-registration=google]
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen