Multiple Sklerose – Erkennen, verstehen, behandeln
Als Facharzt für Neurologie in Euskirchen begleite ich Sie von der ersten Untersuchung bis zur langfristigen Therapie – Schritt für Schritt.
Haben Sie ungewöhnliche Beschwerden bemerkt – Taubheitsgefühle, Sehstörungen oder plötzliche Schwäche in Armen oder Beinen? Vielleicht haben Sie selbst schon den Begriff Multiple Sklerose im Kopf.
Dieser Verdacht ist beängstigend. Und er verdient eine gründliche, kompetente Antwort.
Als Facharzt für Neurologie mit mehr als 30 Jahren klinischer Erfahrung – zuletzt 20 Jahre als Chefarzt der Klinik für Neurologie im Marien-Hospital Euskirchen – biete ich Ihnen in meiner Praxis in Euskirchen eine umfassende neurologische Abklärung und individuelle Beratung an.
Mein Versprechen: Ich nehme mir Zeit für Sie. Ich erkläre Ihnen jeden Schritt verständlich. Und ich lasse Sie mit keiner Diagnose allein.
Was ist Multiple Sklerose? Eine verständliche Erklärung
Multiple Sklerose – kurz MS – ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Sie betrifft das Gehirn und das Rückenmark.
Bei MS greift das eigene Immunsystem irrtümlich die Schutzschicht der Nervenfasern an – die sogenannte Myelinscheide. Dadurch werden Nervensignale gestört oder unterbrochen. Das führt zu den typischen Beschwerden, die bei jedem Betroffenen unterschiedlich aussehen können.
MS ist keine seltene Erkrankung. In Deutschland leben etwa 280.000 Menschen mit einer MS-Diagnose. Jedes Jahr kommen rund 15.000 Neudiagnosen hinzu.
Quelle: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, DMSG, 2024
MS ist nicht heilbar – aber sie ist heute sehr gut behandelbar. Eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Therapie können den Verlauf der Erkrankung erheblich beeinflussen.
Welche Formen der MS gibt es?
MS verläuft bei jedem Menschen anders. Es gibt jedoch typische Verlaufsformen:
Schubförmige MS (RRMS)
Die häufigste Form – etwa 85 Prozent aller MS-Betroffenen haben zu Beginn diese Verlaufsform. Es gibt Phasen mit akuten Beschwerden (sogenannte Schübe) und Phasen, in denen sich die Symptome vollständig oder teilweise zurückbilden.
Sekundär progrediente MS (SPMS)
Aus der schubförmigen MS kann im Verlauf eine sekundär progrediente Form entstehen. Die Beschwerden nehmen dann langsam zu – ohne klare Schübe.
Primär progrediente MS (PPMS)
Seltener – etwa 10 bis 15 Prozent der Betroffenen. Von Anfang an schreitet die Erkrankung kontinuierlich voran, ohne klassische Schübe.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, S2k-Leitlinie Multiple Sklerose, 2023

Erste Anzeichen – Wann sollten Sie zum Neurologen?
MS kann sich sehr unterschiedlich äußern. Das macht die Diagnose nicht immer einfach. Es gibt jedoch typische Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten.
Diese Symptome können auf Multiple Sklerose hinweisen:
- Sehstörungen – verschwommenes Sehen, Doppelbilder oder Schmerzen beim Augenbewegen
- Taubheitsgefühle oder Kribbeln – in Armen, Beinen, Gesicht oder Rumpf
- Muskelschwäche – plötzliche Schwäche in einem Arm oder Bein
- Gleichgewichtsstörungen – Schwindelgefühl, unsicherer Gang
- Müdigkeit (Fatigue) – eine extreme, lähmende Erschöpfung
- Blasenstörungen – häufiger Harndrang oder Probleme beim Wasserlassen
- Kognitive Beschwerden – Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit
Wichtig zu wissen
Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Sie sind kein automatischer Beweis für MS. Genau deshalb ist eine neurologische Untersuchung so wichtig – um Klarheit zu bekommen.
Wenn Sie unsicher sind: Kommen Sie in die Praxis. Je früher eine MS erkannt wird, desto besser die Therapiechancen.
Diagnose – So läuft die Untersuchung in meiner Praxis ab
Die Diagnose einer Multiple Sklerose erfordert Erfahrung, Sorgfalt und mehrere Untersuchungsschritte. Ich erkläre Ihnen genau, was auf Sie zukommt.
1. Ausführliches Gespräch (Anamnese)
Ich nehme mir Zeit, um Ihre Beschwerden zu verstehen. Seit wann? Wie oft? Kamen die Symptome plötzlich? Haben Sie sich wieder erholt? Jede Antwort ist wichtig.
2. Neurologische Untersuchung
Ich untersuche Reflexe, Koordination, Gleichgewicht, Sehvermögen und Empfindung – gezielt und systematisch.
3. Blutuntersuchung
Um andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können.
4. MRT – Bildgebung des Gehirns und Rückenmarks
Das wichtigste diagnostische Werkzeug bei MS. Ich veranlasse eine MRT-Untersuchung (Überweisung in die Radiologie). Auf den MRT-Bildern können typische MS-Herde im Gehirn und Rückenmark sichtbar gemacht werden.
5. Liquorpunktion (Lumbalpunktion)
In bestimmten Fällen ist eine Untersuchung des Nervenwassers (Liquor) sinnvoll. Bestimmte Eiweiße im Liquor können auf eine MS hinweisen.
6. Evozierte Potenziale
Elektrophysiologische Tests, die messen, wie schnell Nervensignale im Gehirn ankommen – ein weiteres wichtiges Diagnosewerkzeug.
7. Befundgespräch
Ich erkläre Ihnen alle Ergebnisse – klar, verständlich, ohne Fachjargon. Und dann besprechen wir gemeinsam, was als Nächstes zu tun ist.
Behandlung – Was ist heute möglich?
MS ist nicht heilbar. Das ist die ehrliche Antwort. Aber: MS ist heute hervorragend behandelbar. Die modernen Therapien haben die Behandlung der Multiple Sklerose in den letzten 20 Jahren revolutioniert.
Verlaufsmodifizierende Therapie
Diese Medikamente greifen in das Immunsystem ein und reduzieren die Häufigkeit und Schwere von Schüben. Sie können das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen.
Ich wähle gemeinsam mit Ihnen das passende Präparat – individuell, basierend auf Ihrer Verlaufsform, Ihrem Alltag und Ihren Wünschen.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, S2k-Leitlinie Multiple Sklerose, 2023
Schubtherapie
Bei einem akuten MS-Schub kann eine hochdosierte Kortison-Therapie den Schub verkürzen und die Erholung beschleunigen.
In einigen Fällen kann eine Blutwäsche sinnvoll sein.
Nicht-medikamentöse Maßnahmen
- Physiotherapie und Bewegung
- Ergotherapie
- Logopädie bei Sprach- oder Schluckstörungen
- Psychologische Begleitung
- Ernährung und Lebensstil
MS und Alltag – Leben mit Multiple Sklerose
Eine MS-Diagnose verändert das Leben. Aber sie bedeutet nicht, dass ein erfülltes Leben nicht mehr möglich ist.
Viele MS-Betroffene leben mit der richtigen Therapie und Unterstützung aktiv und selbstbestimmt – beruflich, familiär und sozial.

Häufige Fragen zu Multiple Sklerose
Die nachfolgenden Fragen werden sehr häufig gestellt – sie können unter Umständen auch für Sie als erste Hilfestellung dienen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) (2024): Zahlen zur MS in Deutschland. www.dmsg.de
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S2k-Leitlinie Multiple Sklerose, 2023. www.dgn.org
- Bundesministerium für Gesundheit: Informationen zu MS. www.bundesgesundheitsministerium.de
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Therapieoptionen Multiple Sklerose. www.g-ba.de
Die Texte dieser Unterseite wurden mit Unterstützung von KI zusammengestellt.
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