Großvater freut sich und umarmt seinen Enkel, beide sitzen auf der Couch, Beispielfoto für Alzheimer / Demenz, Neurologische Praxis Dr. Hartmut Bauer, Euskirchen Älteres Paar schaut gemeinsam aus dem Fenster und lehnt sich eng aneinander, Beispielfoto für Alzheimer / Demenz, Neurologische Praxis Dr. Hartmut Bauer, Euskirchen Ärztin erklärt die Aufnahmen eines menschlichen Gehirns am Tablet, Neurologische Praxis Dr. Hartmut Bauer, Euskirchen

Demenz – Frühzeitig erkennen, richtig handeln

Als Facharzt für Neurologie in Euskirchen begleite ich Sie und Ihre Familie – vom ersten Verdacht bis zur langfristigen Therapie.

Vergessen Sie gelegentlich Namen oder Termine? Fragen Sie sich, ob das normale Alterserscheinungen sind – oder ein Warnzeichen?

Das ist eine der häufigsten und wichtigsten Fragen, die Patienten und Angehörige beschäftigt.

Als erfahrener Facharzt für Neurologie mit mehr als 25 Jahren klinischer Erfahrung – zuletzt 20 Jahre als Chefarzt der Klinik für Neurologie im Marien-Hospital Euskirchen – biete ich Ihnen eine umfassende Diagnostik und individuelle Beratung bei Gedächtnisproblemen und Demenzverdacht an.

Mein Versprechen: Sie werden bei mir nicht mit einem Befund allein gelassen. Ich nehme mir Zeit für Sie – und für Ihre Familie.

Was ist Demenz? Eine verständliche Erklärung

Demenz ist keine einzelne Krankheit. Es ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen des Gehirns, die das Gedächtnis, das Denkvermögen und die Alltagsfähigkeiten beeinträchtigen.

Die häufigste Form – mit etwa 60 bis 70 Prozent aller Fälle – ist die Alzheimer-Demenz. Sie beginnt schleichend und wird oft erst spät erkannt.

Weitere Formen sind:

  • Vaskuläre Demenz – durch Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Lewy-Körperchen-Demenz – mit Gedächtnis- und Bewegungsstörungen
  • Frontotemporale Demenz – oft mit Veränderungen der Persönlichkeit
  • Gemischte Demenz – eine Kombination mehrerer Ursachen
  • Weitere Demenzformen

In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Jedes Jahr kommen etwa 300.000 Neuerkrankungen hinzu. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Ab dem 60. Lebensjahr sind etwa 5% der Bevölkerung betroffen.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 2024

Erste Anzeichen – Wann sollten Sie zum Neurologen?

Nicht jede Vergesslichkeit ist eine Demenz. Aber es gibt Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten.

Ärztin erklärt die Aufnahmen eines menschlichen Gehirns am Tablet, Neurologische Praxis Dr. Hartmut Bauer, Euskirchen

Erste Anzeichen – Wann sollten Sie zum Neurologen?

Nicht jede Vergesslichkeit ist eine Demenz. Aber es gibt Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten.

Diese Symptome können auf eine Demenz hinweisen:

  • Sie vergessen kürzlich Erlebtes und können sich Neues nicht merken
  • Bekannte Namen, Wörter oder Gegenstände fallen Ihnen plötzlich nicht mehr ein
  • Sie vergessen das aktuelle Datum und haben Schwierigkeiten mit der Uhrzeit
  • Ihre Orientierung lässt nach. Sie finden das geparkte Auto nicht mehr oder verlaufen sich in fremder Umgebung
  • Sie verlieren sich in vertrauten Umgebungen – z. B. im eigenen Wohnviertel
  • Alltägliche Aufgaben (Kochen, Einkaufen, Finanzen) überfordern Sie zunehmend
  • Ihre Stimmung oder Persönlichkeit verändert sich ohne klaren Grund
  • Angehörige bemerken Veränderungen, die Sie selbst nicht wahrnehmen

Normales Vergessen oder Demenz?

Es ist völlig normal, gelegentlich den Schlüssel zu verlegen oder einen Namen kurz zu vergessen. Das allein ist kein Alarmzeichen.

Kritisch wird es, wenn das Vergessen den Alltag beeinträchtigt – wenn Sie den Schlüssel nicht nur verlegen, sondern vergessen, wofür ein Schlüssel überhaupt ist.

Wenn Sie unsicher sind: Kommen Sie in die Praxis. Eine frühe Untersuchung schadet nie – und kann sehr viel bewirken.

Diagnose – So läuft die Untersuchung in meiner Praxis ab

Eine gute Demenz-Diagnostik braucht Sorgfalt und Erfahrung. Ich untersuche Sie umfassend – ohne Hektik und ohne unnötige Wartezeiten.

1. Ausführliches Gespräch (Anamnese)
Ich nehme mir Zeit, um Ihre Geschichte zu verstehen. Was hat sich verändert? Seit wann? Wie ist der Verlauf? Sehr wichtig ist es, von Anfang an die Angehörigen einzubeziehen – deren Beobachtungen sind medizinisch wertvoll.

2. Neuropsychologische Tests
Mit standardisierten Tests – wie dem Mini-Mental-Status-Test (MMSE), dem Montreal Cognitive Assessment (MoCA) oder dem Uhrentest – überprüfe ich Gedächtnis, Orientierung, Sprache und Konzentration.

3. Körperliche und neurologische Untersuchung
Die Erhebung des neurologischen Befundesermöglicht es andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen.

4. Blutuntersuchung
Manche Gedächtnisstörungen haben behandelbare Ursachen: Schilddrüsenprobleme, Vitaminmangel oder andere Stoffwechselstörungen. Das müssen wir zuerst ausschließen.

5. Bildgebung und weiterführende Diagnostik
Wenn keine Kontraindikationen dagegen vorliegen, veranlasse ich eine MRT-Untersuchung des Gehirns (Überweisung in die Radiologie) oder – in spezialisierten Fällen – weitere diagnostische Verfahren wie eine Liquordiagnostik oder PET-Untersuchung.

6. Untersuchung der Hirnströme
Die Untersuchung der Hirnströme (EEG) ergibt weitere wichtige Zusatzinformationen.

7. Diagnose und Beratungsgespräch
Ich erkläre Ihnen die Ergebnisse klar und verständlich. Kein Fachjargon. Keine halben Antworten. Und dann besprechen wir gemeinsam, was als Nächstes zu tun ist.

Behandlung – Was ist möglich?

Demenz ist heute nicht heilbar. Das ist die ehrliche Antwort.

Aber: Demenz ist behandelbar. Und eine frühe Behandlung macht einen deutlichen Unterschied.

Was die Therapie leisten kann:

  • Verlangsamen des Fortschreitens der Erkrankung
  • Erhalt der Selbstständigkeit so lange wie möglich
  • Linderung von Begleitsymptomen wie Unruhe, Schlafstörungen oder Depressionen
  • Entlastung und Unterstützung für Angehörige

Medikamentöse Therapie

Für die Alzheimer-Demenz stehen heute zugelassene Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf nachweislich verlangsamen können. Die Einführung von neuen Antikörpern in die Therapie lässt für die nahe Zukunft auf weitere Medikamente hoffen.

Ich wähle das für Sie passende Medikament aus – und passe es im Verlauf individuell an.

Quelle: DGN S3-Leitlinie Demenzen, 2023

Nicht-medikamentöse Therapie

Mindestens genauso wichtig ist die nicht-medikamentöse Behandlung:

  • Gedächtnistraining und kognitive Aktivierung
  • Bewegung und Ausdauersport
  • Behandlung von Risikofaktoren (Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Diabetes mellitus, Rauchen)
  • Behandlung einer eventuell vorhandenen Depression
  • Behandlung einer eventuell vorhandenen Schwerhörigkeit
  • Soziale Einbindung
  • Gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf
  • Angehörigenberatung und -schulung

Demenz und Angehörige – Sie sind nicht allein

Demenz ist keine Erkrankung, die nur den Betroffenen trifft. Sie trifft die ganze Familie.

Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit, wie belastend es ist, einen geliebten Menschen langsam zu verlieren. Durch meine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Euskirchen e. V. kenne ich nicht nur die medizinischen, sondern auch die menschlichen und sozialen Aspekte dieser Erkrankungen aus persönlicher Erfahrung.

Ich nehme mir deshalb genauso Zeit für Angehörige wie für Patienten.

Mein Angebot für Angehörige:

  • Ausführliche Beratungsgespräche – Was kommt auf uns zu? Was müssen wir organisieren?
  • Empfehlungen für lokale Unterstützungsangebote im Kreis Euskirchen und der Eifel
  • Informationen zu Pflegegraden und sozialrechtlichen Leistungen
  • Hilfe bei der Weitervermittlung an Sozialdienste und Beratungsstellen

Wichtige Anlaufstelle für Angehörige in NRW:
Alzheimer Gesellschaft NRW e. V.

Großmutter feiert Geburtstag mit der Enkeltochter, sie haben Kuchen und Oma pustet eine Kerze aus, Beispielfoto für Alzheimer / Demenz, Neurologische Praxis Dr. Hartmut Bauer, Euskirchen

Häufige Fragen zur Demenz

Unsere Patienten stellen die folgenden Fragen besonders häufig. Die Antworten sollen Ihnen als erste Orientierung dienen.

Die ersten Anzeichen einer Demenz sind oft subtil. Häufig berichten Betroffene oder Angehörige über zunehmende Vergesslichkeit, vor allem bei kürzlich Erlebtem. Dazu kommen Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben, Orientierungsprobleme in vertrauter Umgebung, Wortfindungsstörungen und Veränderungen der Persönlichkeit oder der Stimmung.

Wichtig: Normale Alterserscheinungen wie gelegentliches Vergessen sind kein Alarmzeichen. Wenn die Vergesslichkeit den Alltag beeinträchtigt, sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz – sie macht etwa 60 bis 70 Prozent aller Demenzerkrankungen aus. Demenz ist der Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, die Gedächtnis und Denkvermögen beeinträchtigen. Neben Alzheimer gibt es vaskuläre Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz und weitere Formen. Jede Form hat eigene Ursachen und Verläufe – die Diagnose ist deshalb so wichtig.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, WHO

Nein – Demenz ist nach aktuellem Stand der Medizin nicht heilbar.

Aber: Die Erkrankung ist behandelbar. Zugelassene Medikamente können das Fortschreiten verlangsamen. Neue, besser wirksame Medikamente befinden sich in Entwicklung.

Nicht-medikamentöse Therapien wie Gedächtnistraining, Bewegung, Behandlung von Risikofaktoren, sowie die Behandlung einer eventuell zusätzlich vorhandenen Depression oder Schwerhörigkeit helfen, die Lebensqualität zu erhalten.

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto mehr kann die Behandlung bewirken.

Quelle: DGN S3-Leitlinie Demenzen, 2023

Die Diagnose und Behandlung von Demenz gehört zum Fachgebiet der Neurologie. Ein Facharzt für Neurologie kann umfassende Tests durchführen, die Diagnose stellen und die Therapie einleiten. Hausärzte sind oft die erste Anlaufstelle – für eine genaue Diagnose und Therapieplanung ist die Überweisung zum Neurologen empfehlenswert.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Die Demenz-Diagnostik umfasst mehrere Schritte und ist im Einzelfall individuell anzupassen:

  • ein ausführliches Gespräch mit Patient und Angehörigen
  • standardisierte neuropsychologische Tests (z. B. MMSE, MoCA, Uhrentest)
  • eine körperliche und neurologische Untersuchung
  • Blutuntersuchungen inklusive einer genetischen Testung (falls eine Antikörper-Therapie geplant ist)
  • eine MRT-Untersuchung des Gehirns
  • die Messung der Hirnströme (EEG)
  • und die Untersuchung des Nervenwassers

In spezialisierten Fällen kommen weitere Verfahren hinzu. Eine gute Diagnose braucht Zeit und  Erfahrung.

Quelle: DGN-Leitlinie Demenzen

Demenz tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf. Nach dem 65. Lebensjahr steigt das Risiko deutlich. Ab dem 80. Lebensjahr ist etwa jeder Fünfte betroffen. Es gibt jedoch auch seltene Fälle von Demenz vor dem 65. Lebensjahr – man spricht dann von früh einsetzender Demenz (Early-Onset-Demenz).

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 2024

Eine hundertprozentige Vorbeugung ist nicht möglich. Aber wissenschaftliche Studien zeigen, dass bestimmte Lebensstilfaktoren das Demenzrisiko deutlich senken können:

  • Regelmäßige körperliche Bewegung
  • Soziale Aktivität und geistige Beschäftigung
  • Gesunde Ernährung (z. B. mediterrane Kost)
  • Nicht-Rauchen
  • Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und erhöhtes Cholesterin
  • Außerdem sollten Erkrankungen wie Depression und Schwerhörigkeit behandelt werden.

Quelle: Lancet Commission on Dementia, 2024; Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Wenn Sie bei einem Angehörigen Anzeichen einer Demenz bemerken, sollten Sie zunächst das Gespräch suchen – einfühlsam und ohne Vorwürfe. Dann empfiehlt sich der Gang zum Hausarzt oder direkt zum Facharzt für Neurologie. Je früher die Untersuchung, desto besser.

Als Angehöriger dürfen Sie zum Arzttermin mitkommen – Ihre Beobachtungen sind für die Diagnose sehr wertvoll.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Der Verlauf ist von Person zu Person verschieden. Bei der Alzheimer-Demenz vergehen oft 8 bis 12 Jahre vom ersten Auftreten der Symptome bis zu einem schweren Stadium. In frühen Phasen ist der Alltag oft noch gut zu bewältigen.

Die Geschwindigkeit des Fortschreitens hängt von der Demenzform, dem Alter, der Behandlung und individuellen Faktoren ab.

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative, 2024

Quellen und weiterführende Informationen

Die Texte dieser Unterseite wurden mit Unterstützung von KI zusammengestellt.

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